- Wir sind nicht zufrieden mit dem Leben, das wir in uns und in unserem eigenen Sein haben. Wir wollen in der Vorstellung der anderen in einer imaginären Weise leben und wir bemühen uns dafür zu scheinen. Wir arbeiten unaufhörlich daran, unser imaginäres Sein zu verschönern und zu erhalten und vernachlässigen das wirkliche. Blaise Pascal
Lebensweisheiten in Kurzform
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- Wir halten uns nie an die gegenwärtige Zeit. Wir erinnern uns an die Vergangenheit; wir nehmen die Zukunft voraus als etwas, das zu langsam kommt, wie um dieses Kommen zu beschleunigen. Oder wir erinnern uns an die Vergangenheit, um sie als zu schnell anzuhalten, so unbesonnen, dass wir in den Zeiten herumirren, die nicht die unseren sind, und nicht an die einzige denken, die uns gehört, und sind so nichtig, dass wir an diejenigen denken, die nichts sind, und entlaufen ohne Überlegung derjenigen, die besteht. So ist es, weil das Gegenwärtige uns gewöhnlich verletzt, und, wenn es uns angenehm ist, bedauern wir, es uns entfliehen zu sehen. Wir versuchen, es durch die Zukunft zu halten und über Dinge zu verfügen, die, während der Zeit, in der wir über ihr Eintreffen keinerlei Gewissheit haben, nicht in unserer Macht stehen. Jeder prüfe seine Gedanken! Er wird sie immer mit der Vergangenheit oder mit der Zukunft beschäftigt finden. Wir denken fast überhaupt nicht an das Gegenwärtige, und wenn wir daran denken, nur darum, um darin Licht zur Anordnung des Künftigen zu finden. Die Vergangenheit und die Gegenwart sind unsere Mittel, nur die Zukunft ist unser Zweck. So leben wir nie, aber wir hoffen zu leben, und wir bereiten uns immer vor, glücklich zu sein, und es ist unvermeidlich, dass wir es niemals sein werden. Blaise Pascal
- Wenn man zu jung ist, urteilt man nicht gut; zu alt, dasselbe. Wenn man nicht genügend über etwas denkt, wenn man zu viel darüber denkt, dann versteift man sich darauf und wird davon betrunken. Wenn man sein Werk sofort nach seiner Fertigstellung betrachtet, dann ist man davon noch völlig eingenommen; zu lange danach, versteht man es nicht mehr. So es auch bei den Gemälden, wenn man sie von zu weit oder von zu nahe sieht; es gibt nur einen unteilbaren Punkt, welcher der wahre Ort ist, die anderen [Punkte] sind zu nahe oder zu fern, zu hoch oder zu tief. In der Kunst der Malerei bestimmt dies die Perspektive. Aber wer wird ihn in der Wahrheit und in der Moral bestimmen? Blaise Pascal
- Ich bitte Sie, Herr, um Entschuldigung, dass ich mich vor Ihnen so zur Theologie fortreissen lasse, anstatt in der Philosophie zu bleiben, die allein mein Thema war. Aber dieses Thema hat mich unmerklich zu ihr geführt. Und es ist schwierig, über welche Wahrheit man auch immer spricht, nicht in sie [die Theologie] einzutreten, da sie das Zentrum aller Wahrheiten ist […]». Blaise Pascal
- Das Blut wird vererbt und die Tugend wird erworben, und die Tugend ist allein wert, was das Blut nicht wert sein kann. Miguel de Cervantes
- Deine Sache ist es, die dir anvertraute Persönlichkeit richtig zu spielen; die Wahl der Persönlichkeit ist die Sache eines anderen. Epiktet
- Wenn du immer nur das tust, was du immer schon getan hast, wirst du immer nur das bekommen, was du immer schon bekommen hast. Elias Canetti
- Bei Hofe ist der Unglaube verpönt, weil er den Interessen der Fürsten als schädlich gilt; Unglaube ist auch in Gegenwart junger Mädchen verpönt, wie leicht könnte er sie abhalten zu heiraten. Man wird zugeben, wenn es einen Gott gibt, muss es ihm sehr wohlgefällig sein, aus solchen Beweggründen verehrt zu werden. Marie-Henri Beyle Stendhal
- Wenn Sie gross wären, würden Sie nicht auf Stelzen reiten. Pierre Marc Gaston Duc de Lévis
- Ob gut oder böse, Held bleibt Held. François VI. Duc de La Rochefoucauld
- Wo Geschmacklosigkeit daheim ist, wird auch immer etwas Roheit wohnen. Marie von Ebner-Eschenbach
- Jemandem verzeihen heisst einen Gefangenen befreien – und dann merken, dass du selber der Gefangene warst. Italien